Archiv für 21. April 2011

Beziehungsnomadentum und Liebesmathematik

Die Tage werden länger, die Temparaturen höher und die Röcke kürzer. Kein Zweifel – es ist Frühling! Zwar sind wahre Männer immun gegen Gefühle, aufgrund der Jahreszeit haben sich die Marmeladenkater jedoch dazu entschlossen, einen Artikel speziell für die “Frühlingsgefühle”-Fans zu schreiben. Wenn das mal nicht Nächstenliebe ist?!

Aber apropos Liebe…Wie ehrlich ist Liebe heutzutage noch? Wieviel Wahrheit steckt noch darin? Einige Fakten: 15% aller amerikanischen Frauen schicken sich zum Valentinstag selbst Blumen. 3 von 4 Frauen würden ihrer besten Freundin den Mann ausspannen und Fremdgehen scheint ein neuer Volkssport geworden zu sein.

Fremdgeh-Statistik

Fremdgeh-Statistik (Männer vs. Frauen)

In der Abbildung rechts (Quelle: Parship.de) sind einige sehr interessante Fakten dazu abgebildet. Lange Zeit versuchten Frauen den Männern das Märchen einzureden, Männer seien notorische Fremdgänger und Frauen die Unschuld in Person. Aber sogar ohne die Hilfe von WIKILEAKS-Gründer Julien Assange konnten die Liebesexperten von Parship dieses große Missverständnis, bzw. die größte Desinformations-Kampagne der Menschheit, widerlegen. Das Ergebnis:

FRAUEN GEHEN ÖFTER FREMD ALS MÄNNER!

Vor allem in Berlin scheinen viele Frauen das Wort Monogamie noch nie gehört zu haben. Jede dritte Berlinerin vergisst ihren Freund schon wenn sie das Haus verlässt! Damit sind die Berliner Frauen fast so schlimm wie die Münchner Männer (35%)! In Köln nimmt man es auf beiden Seiten nicht so genau, während Hamburg noch am ehesten die Fahne der Tugend hochhält. Deutschlandweit gehen also 27 von 100 Frauen fremd, während es bei den Männern einer weniger ist (…wusste gar nicht, dass die mich mitgezählt haben; Anm. d. Verf.).

Und wir heben im Schulunterricht mahnend unseren Zeigefinger gegen Sodom und Gomorra? Wie heuchlerisch! Die Autoren der Marmeladenkatze schlagen hiermit vor: Münchner Männer und Berliner Frauen sollen ab sofort ihr Nummerschild (M- bzw. B-) gegen SG eintauschen. Das steht für Sodom und Gomorra. Also wenn Sie, liebe Leser, demnächst an der Ampel jemanden mit dem Kennzeichen SG-A 69 vor sich stehen haben, dann nutzen Sie Ihre Chance (sei es zur Flucht, oder zur Annäherung – je nachdem)!

Bei so vielen Prozentzahlen drängt sich automatisch die Frage auf, wieviel Mathematik in der Liebe steckt. Da die Marmeladenkater bekanntermaßen allwissend sind, haben wir auch hierfür eine intelligente Antwort parat: Liebe ist Mathematik pur. Das von Newton persönlich berechnete, vierstrahlige Liebesparadoxon, lässt sich nach Berechnung der ersten Nullstellen auf folgendes Gleichungssystem herunterbrechen, welches ab dem Schuljahr 2012/13 laut den grauen Panthern offiziell in den Lehrplan deutscher Gymnasien aufgenommen wird:

kluger Mann + kluge Frau = Beziehung
kluger Mann + dumme Frau = Affäre
dummer Mann + kluge Frau = Hochzeit
dummer Mann + dumme Frau = Schwangerschaft

 

Diese Thesen lehren uns Folgendes: die Dummen haben’s schwer! Die Arschkarte haben nach sorgfältigem studieren der Gleichung eindeutig dumme Männer gezogen. Haben kluge Männer den Luxus, in einer Welt der Beziehungen/Affairen zu schweben (wobei der Affairen-Anteil in München deutlich höher zu sein scheint als in Hamburg), bleibt dummen Männern nur die Wahl zwischen Hochzeit oder Schwangerschaft. Oder in Männerworten (nichts für Ungut liebe Damen!): Pest oder Cholera! Dumme Männer sind eindeutig die Verlierer der Evolution. Man könnte sie mit den Parasiten am Meeresgrund vergleichen, welche nur von den Resten leben, welche von den Fischen verschmäht werden und langsam nach unten treiben. Dumme Männer sind Liebesparasiten – sie müssen das nehmen, was übrig bleibt. Ärgerlich für sie, aber ohne Zweifel von ungeheurer Bedeutung für die Gesellschaft!

Trotz allem scheint sich der Trend zum “Lebensabschnittspartner” zu verstetigen. Wobei wir einräumen müssen: wir von der Marmeladenkatze halten diesen Begriff für falsch, denn er impliziert eine zugrunde liegende Treue. Wie obige Statistik aber verdeutlicht, trifft dies den Nagel aber nicht so ganz auf den Kopf. Stattdessen erheben wir hiermit den offiziellen Anspruch darauf, den Lebensabschnittspartner in einen “Beziehungsnomaden” umzubenennen, da dieser Begriff wesentlich treffender ist!

Denn: als Nomaden (altgr. nomás ,mit Herden herumziehend‘) werden Menschen und Gesellschaften bezeichnet, die aus kulturellen, ökonomischen oder weltanschaulichen Gründen eine nicht sesshafte Lebensweise führen (Quelle: Wikipedia). Wenn man “sesshaft” etwas weiter interpretiert, sind wir schnell wieder beim Thema “Sodom und Gomorra”, bzw. den Münchner Männern und Berliner Frauen!

Nach der knallharten Feststellung, dass wir langsam aber sicher zu einem Volk der Beziehungsnomaden verkommen, scheint auch dem Ehering eine völlig neue Bedeutung zuzukommen: eine Tapferkeitsauszeichnung, die man am Finger trägt!
Leider muss der Autor an dieser Stelle den Artikel beenden, da die KfZ-Ummeldungsstelle bald schließt und das neue SG-Kennzeichen noch zugelassen werden muss.
Als “Entschädigung” lasse ich aber den Beziehungsexperten schlechthin, B. Stromberg, das letzte Wort haben.

 

Eure Meinung ist gefragt liebe Leser! Sind wir alle Beziehungsnomaden?

 

PS: für die Berliner Frauen haben wir eine spezielle Hotline eingerichtet ;)

PS2: Freundliche Grüße an dieser Stelle an Lukasz (funvista.de)

 

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